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Ein Haus mit langer Tradition

Getreu der Philosophie der "Romantik Kooperation" ist auch unser Hotel ein historisch gewachsenes Haus, das mittlerweile in der fünften Generation geführt wird.

Nachdem Johann das Maurer und Schlachterhandwerk erlernt hatte, erwarb er 1877 das Grundstück des heutigen Posthotels. Zunächst dienste es ihm, seiner Frau Christine (geb. Kohlmeyer) und den Kindern als Wohnhaus. Johann ließ unten rechts jedoch einen kleinen Raum frei, in dem er 1889 das Gasthaus "Zur Post" eröffnete. Im selben Jahr nahm Johann die Postagentur ins Haus auf, worauf unser heutiger Name zurückzuführen ist.

Im Laufe der Jahre folgten, neben der regulären Arbeit im Gasthaus, Bauprojekte am Haus, aber auch in der Umgebung, die Johann betreute. 1892 eröffnete er mit seinem Sohn Heinrich (geb. 1873) ein Ladengeschäft. Es folgten weitere Anbauten, wie beispielsweise der Bau weiterer Gästezimmer und die Errichtung eines Saals mit Kegelbahn. 1916 ging das Gasthaus "Zur Post" in die 2. Generation über.

Heinrichs Sohn Hans-Heinrich (geb. 1906) ging in Schneverdingen bei einem Gemischtwaren-Geschäft in die Lehre. Nach dem frühen Tod seines Vaters Heinrich kehrte Hans-Heinrich 1925 nach Hause zurück, um in das Geschäft einzusteigen und es mit seiner Mutter Frieda (geb. Dehning) und seiner Frau Sophie (geb. Speckmann) weiterzuführen. Somit übernahm die 3. Generation die Führung des Gasthauses. Ab 1930 konnte Hans-Heinrich seinen Gästen moderne Zimmer mit Zentralheizung und fließend warmem und kaltem Wasser bieten und es wurde ein 2. Stock mit weiteren Gästezimmern ausgebaut. Der Umbau kostete damals schon 60.000 DM.

Die Künstlerbewegung ab 1910 mit Dichtern und Schriftstellern wie Felicitas Rose oder Hermann Löns, die in der Heide ihre Sommerfrische suchten und der daraus resultierende, wachsende Fremdenverkehr sowie der Bau des Flugplatzes in Faßberg 1933 begünstigten das Geschäft, sodass man einige Zeit später ein weiteres Grundstück erwerben konnte: Im Jahr 1939 wurde darauf das heutige Gästehaus "Sophie Charlotte" erbaut. Zunächst richtete man mit finanzieller Hilfe der Firma "Rheinmetall" drei Wohnungen ein. In den 70er Jahren diente das Haus als Poststation und beherbergt heute neben den Wohnungen der Familie fünf Gästezimmer.

1945 fiel Hans-Heinrich im Krieg und das Hotel wurde durch seinen Bruder Gerhard und Sophie (Hans-Heinrichs Ehefrau) weitergeführt, die er 1946 heiratete.

In den unruhigen Zeiten zwischen 1945 und 1949 musste die Familie zweimal das Haus räumen. Beim ersten Mal besetzten Engländer das Haus, beim zweiten Mal die Amerikaner, die die Luftbrücke zwischen Faßberg und Berlin flogen, um Kohle zu transportieren und ein Haus für die Freizeit suchten. Während dieser Zeit waren Gerhard und Sophie bei den Amerikanern angestellt. Im Oktober 1949 konnte das Hotel wieder den Gästen vorgestellt werden und es folgten zwischen 1954 und 1958 weitere Anbauten und Renovierungen. Der Laden wurde in einen kleinen Speiseraum mit 20 Sitzplätzen umfunktioniert und der große Saal neuzeitlich gestaltet.

1971 übernahm Sohn Wolfgang (geb. 1944) mit seiner Frau Marlies (geb. Herfurth) das Geschäft. Auch in der 4. Generation folgte eine Welle von zeitgemäßen Um- und Erweiterungsbauten, u. a. wurde ein kleiner Garten mit Terrasse und Gästezimmer mit Balkonen erbaut.

1981 erwarben Wolfgang und Marlies den alten Gasthof "Lührnhof", ehemals Gasthaus "Örtzetal", den sie zunächst als eigenständige Gastronomie bis 1996 weiterführten und der uns jetzt als Veranstaltungssaal dient. Auf der ehemaligen Hofstelle entstand ein großzügiger Garten mit einem Treppenspeicher.

Ein weiteres, großes Bauprojekt folgte 1983: In den alten Garagen wurde der erste Wellness-Bereich mit Whirlpool, Sauna und Solarium errichtet. 1989 wurde eine Rezeptionshalle mit Lobby und Sitzgruppe erbaut und 1996 die Küche komplett entkernt und mit modernen Küchengeräten und einer Bankettküche ausgestattet.

Seit 1991 wirkt Sohn Alexander Niemeyer (geb. 1968) - die 5. Generation - aktiv im Küchengeschehen mit und ist seit 2004 offiziell in der Geschäftsführung tätig. Im gleichen Jahr wurde das Hotel in die Kooperation "Romantik Hotels und Restaurants AG" aufgenommen. 2005 wurde der Wellness-Bereich erneuert und auf über 220 m² erweitert. In den letzten Jahren erfolgten weitere Umbauten und Renovierungen, wie zum Beispiel in der Rezeptionshalle oder im Gästehaus "Sophie Charlotte".
Mit dem Einbau einer zentralen Wärme- und teilweisen Stromerzeugung durch eine Holzpelletheizung und einem gasbetriebenen Blockheizkraftwerk im Jahr 2013 versorgen wir mittlerweile insgesamt 5 Gebäude auf unserem Grundstück mit Wärme und teilweise Strom.

2014 durften wir unser 125-jähriges Betriebsjubiläum feiern. Wir blicken mit Freude in die Zukunft und freuen uns weiterhin darauf, unseren Gästen einen schönen und unvergesslichen Aufenthalt zu ermöglichen.